Die Gemeinschaft der "Milites Crucis" bildet sich aus einem kleinen Freundeskreis verschiedener Mittelaltergruppen und stellt eine Pilgergruppe des Ordens der Hospitaliter um 1250 dar

 

Als Pilger der "Milites Crucis" unterwegs sind:

Ordensschwester Bea

Ritterbruder Fra Marc

Ordensschwester Alexandra

Ritterbruder Fra Marius

 

Das Palästinalied

Nû lebe ich mir alrest werde,
sît mîn sündic ouge sihet
daz hêre lant und ouch die erde,
der man vil der êren gihet.
Nû ist geschehen, des ich dâ bat:
ich bin komen an die stat,
dâ got mennischlîchen trat.

Schœniu lant rîch unde hêre,
swaz ich der noch hân gesehen,
sô bist dûz ir aller êre.
Waz ist wunders hie geschehen!
Daz ein maget ein kint gebar,
hêre übr aller engel schar,
was daz niht ein wunder gar?

Hie liez er sich reine toufen,
daz der mensche reine sî.
Dô liez er sich hie verkoufen,
daz wir eigen wurden frî.
Anders wæren wir verlorn.
Wol dir, sper, kriuze unde dorn!
Wê dir, heiden! Daz ist dir zorn.

Dô er sich wolte übr uns erbarmen,
hie leit er den grimmen tôt,
er vil rîche durch uns armen,
daz wir kœmen ûz der nôt.
Daz in dô des niht verdrôz,
dast ein wunder alze grôz,
aller wunder übergenôz.

Hinnen fuor der sun zer helle
von dem grabe, dâ er inne lac.
Des was ie der vater geselle,
und der geist, den nieman mac
sunder scheiden: êst al ein,
sleht und ebener danne ein zein,
als er Abrahâme erschein.

Dô er den tievel dô geschande,
daz nie keiser baz gestreit,
dô fuor er her wider ze lande.
Dô huob sich der juden leit,
daz er herre ir huote brach,
und daz man in sît lebendic sach,
den ir hant sluoc unde stach.

Dar nâch was er in dem lande
vierzic tage: dô fuor er dar
dannen in sîn vater sande.
Sînen geist, der uns bewar,
den sante er hin wider zehant.
Heilic ist daz selbe lant:
sîn name der ist vor gote erkant.

In diz lant hât er gesprochen
einen angeslîchen tac,
dâ diu witwe wirt gerochen
und der weise klagen mac
und der arme den gewalt
der dâ wirt an ime gestalt.
Wol ime dort, der hie vergalt!

Unser lantrehtære tihten
fristet dâ niemannes klage;
wan er wil dâ zestunt rihten,
sô ez ist an dem lesten tage:
swer deheine schulde hie lât
unverebenet, wie der stât
dort, dâ er pfant noch bürgen hâ

Kristen juden unde heiden
jehent daz diz ir erbe sî:
got müeze ez ze rehte scheiden
durch die sîne namen drî.
Al diu werlt diu strîtet her.
Wir sîn an der rehten ger:
reht ist daz er uns gewer.

Nû lât iuch des niht verdriezen
daz ich noch gesprochen hân.
Ich wil iu die rede entsliezen
kurzlîch und iuch wizzen lân,
swaz got mit dem menschen ie
wunders in der werlt begie,
daz huop sich und endet hie.

 

 

Tristan, Johannis-Kind von Schwester Bea und Fra Marc

Fabian, Johannis-Kind von Schwester Bea und Fra Marc

Finya Salome Johanna, Johannis-Kind von Schwester Alexandra und Fra Marius

 

Unsere Ziele

Das Ziel unserer kleinen Gruppe ist es, das Leben des Ordens der Hospitaliter im ausgehenden 12. Jahrhundert darzustellen. Dabei versuchen wir durch genaue Recherchen, Kleidung, Material, alltägliche Dinge und natürlich das Leben der Brüder- und Schwesternschaft, so gut es geht nachzuempfinden und den Menschen darzubieten. Aufgrund der Tatsache, das wir kleine Kinder und auch nicht die Möglichkeit haben, in der Zeit zurückzureisen (vielleicht klappt es ja irgendwann *grins*) versuchen wir eine möglichst geschichtsnahe Interpretation vom Lebens und Wirken des Ordens zu dieser Zeit darzustellen.

Der Hospitaliter Orden hatte viele Aufgaben übernommen die weit über das Wissen aus dem regulären Geschichtsunterricht hinaus gehen, so zum Beispiel den Schutz der Pilger auf ihrer Reise in oder aus dem heiligen Land, das Betreiben von Pilgerherbergen und Hospitälern (Infirmatorien), Feldlazaretten,  Waisenhäusern, Armenspeisung, diplomatischen Aufgaben zwischen Adelshäusern, Gutsbetreibung und deren Verwaltung.

Wir alle versuchen aus der Vielfalt dieser Aufgaben jene herauszunehmen, die der Orden auf seinen Pilgerfahrten und Reisen durch die Lande wahrgenommen hat und stellen diese auf den Lagern und Märkten dar:

-         Handwerkliche Aufgaben (Nähen, Sticken, Schnitzerei, Steinmetzarbeiten usw.)

-         Armenspeisung

-         Zubereiten von Speisen

-         Lagerleben

-         Waffen- und Rüstungserklärungen zum Anfassen

-         Schaukampf

-         Gebete

-         Erste Hilfe im Mittelalter

-         Musizieren

Ein weiters Ziel unserer Gruppe ist es natürlich auch, den Menschen denen wir begegnen die Geschichte und das Wirken des Ordens im Gespräch nahezubringen, da man  sieht, das es auch schon damals Leute gab, die sich um Menschen in Not gekümmert haben und Ihnen versucht haben, nach bestem Wissen und Gewissen im Zeichen des Kreuzes und der Barmherzigkeit auf den Grundlagen und Lehren des neuen Testamentes zu helfen.

Zuletzt möchten wir anmerken, das wir natürlich auch großen Spass an der ganzen Sache haben und dies den Menschen ebenfalls vermitteln wollen … vielleicht kommt ja so der eine oder andere auch auf den Geschmack, seine eigene mittelalterliche Darstellung auf Markt und Lager aufzubauen.

       

Anfragen und Info's unter info@milites-crucis.de oder milites-crucis@web.de